
Autodesk beschreibt in einem aktuellen Beitrag vom 29. Juni 2026 den Aufstieg einer neuen Rolle in der Bau- und Immobilienbranche: den BIM Data Specialist. Nach Einschätzung von Autodesk zeigt diese Entwicklung, dass BIM zunehmend nicht mehr nur als digitale Modellabgabe verstanden wird. Stattdessen rückt die strukturierte Nutzung von Projektdaten stärker in den Mittelpunkt.
Der Hintergrund ist eine Verschiebung der Anforderungen. Lange stand bei BIM vor allem die geometrische Qualität im Vordergrund: Ist das Modell koordiniert, sind Kollisionen gelöst, wurde das digitale Modell vollständig übergeben? Inzwischen stellen Auftraggeber und Betreiber zunehmend andere Fragen. Entscheidend wird, ob die im Modell enthaltenen Informationen für Betrieb, Wartung, Planung, Nachhaltigkeit, Asset Management und langfristige Entscheidungen nutzbar sind.
Autodesk verweist dabei auf Beispiele aus sehr unterschiedlichen Bereichen, darunter große Infrastrukturprojekte, Flughafenbetrieb und die Vorbereitung der Olympischen und Paralympischen Spiele LA28. Gemeinsam ist diesen Anwendungsfällen die Herausforderung, BIM-Daten so aufzubereiten, dass sie nicht nur vorhanden sind, sondern tatsächlich bessere Entscheidungen über den Lebenszyklus eines Bauwerks ermöglichen.
Auch in Deutschland ist diese Entwicklung erkennbar. Die Auftraggeber-Informationsanforderungen, kurz AIA, definieren bereits heute, welche Informationen ein Auftraggeber zu bestimmten Zeitpunkten in welcher Qualität benötigt. Gemeinsam mit dem BIM-Abwicklungsplan bilden sie eine zentrale Grundlage für die Umsetzung von BIM-Projekten.
Das BIM-Portal des Bundes verfolgt ebenfalls diesen Ansatz. Es stellt einheitliche Merkmale und Merkmalsgruppen, digitale Vorlagen für AIA, Objektvorlagen sowie Prüfwerkzeuge bereit. Damit soll überprüfbar werden, ob die geforderten Informationen während Planung, Bauausführung und Betrieb korrekt erfasst werden.
Die Meldung von Autodesk ist deshalb mehr als ein Hinweis auf ein neues Berufsbild. Sie beschreibt einen grundsätzlichen Wandel: Der Wert von BIM liegt künftig nicht allein in der Geometrie des Modells, sondern zunehmend in der Qualität, Struktur und Verwendbarkeit der dahinterliegenden Daten.
Für Planungsbüros, Bauunternehmen und öffentliche Auftraggeber bedeutet das: BIM-Kompetenz wird stärker zur Datenkompetenz. Wer Modelle erstellt, koordiniert oder prüft, muss künftig auch verstehen, welche Informationen benötigt werden, wie sie strukturiert werden und wie sie über Planung, Bau und Betrieb hinweg nutzbar bleiben.
Damit gewinnen auch Tätigkeiten an Bedeutung, die in der Praxis häufig im Hintergrund stattfinden: saubere Attributierung, Datenprüfung, Modellstruktur, Informationslieferungen, Schnittstellen und Qualitätssicherung. Genau daraus kann sich ein eigenständiges berufliches Profil entwickeln: der BIM Data Specialist.
Quelle: Autodek.com
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft, Bild: KI-generierte Illustration